Januar

FR 25.01. 20.00 Gastspiel
critical mess
DODAI
Jonglage-Tanz-Theater


Foto: Andrea Galad

Der Name „DODAI” ist eine Kombination aus dem italienischen „do” (ich gebe) und „dai” (du gibst). „DODAI” ist ein JonglageTanzTheater-Experiment über sieben Individuen, die mit alltäglichen Problemen konfrontiert sind, bezugnehmend auf die Frage: „was ist mein? was ist dein? und was müssen wir uns teilen, um ein besseres Leben leben zu können?”


Foto: Andrea Galad

Der Einzelne ist ein soziales Wesen, welcher die Gesellschaft braucht um wachsen zu können. Einerseits hilft die Gesellschaft auf viele Arten, andererseits hilft der Einzelne der Gesellschaft durch seine Weisheit, Erfahrungen und kreativen Vorschlägen. In einer gut ausbalancierten Gesellschaft besteht eine anhaltende Harmonie zwischen ihr und dem Einzelnen. Aber wann ist die Gesellschaft gut ausbalanciert? Und wann folgt man einer Gesellschaft nicht nur aus dem Grund „weil, man es halt so macht”? Und wann bricht man voller Mut aus, um dem „man” neue Wege aufzuzeigen?

Konzept und Regie: Stefan Sing
von und mit: Kate Boschetti, Sarah Bourhis, Liam Wilson, Noah Schiltknecht, Roman Skadra, Tobias Dohm und Alexis Rouvre
Outside eye: Cristiana Casadio und Julia Christ
Lichtdesign: Emese Csornai
Musikdesign: Tad Klimp
Eintritt: 15 €, ermäßigt 10 €

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SA 26.01. 20.00 DODAI
SO 27.01. 20.00 DODAI
DO 31.01. 20.00 Gastspiel  Premiere 
Studio Tambour
Gift. Eine Ehegeschichte
von Lot Vekemans
Deutsch von Eva Pieper
und Alexandra Schmiedebach

Ein geschiedenes Ehepaar, das durch einen schrecklichen Schicksalsschlag getrennt wurde, begegnet sich nach Jahren wieder. Es beginnt die Aufarbeitung eines Traumas, auf der Suche nach einem neuen Umgang mit der Vergangenheit. Die Sehnsucht das Leben wieder als lebenswert zu begreifen, etwas Neues zu beginnen, verbindet die Beiden. Doch scheint eine gemeinsame Zukunft unmöglich.
Eine giftige und zugleich zärtliche Begegnung zweier Menschen, geprägt durch vertraute Intimität, große Enttäuschungen, bittere Sehnsucht und leisen Hoffnungen.

Amélie Tambour gründete 2016 das Studio Tambour, um einen Ort für wahrhaftiges Schauspiel zu schaffen. Sie ist ausgebildete Theaterregisseurin, arbeitet als Meisner Technik Coach und als Coach für Schauspieler, Regisseure und Drehbuchautoren. Zusammen mit Schauspielern, die ebenfalls seit vielen Jahren mit der Meisner Technik arbeiten, entwickelte sie eine Spiel– und Arbeitsweise, die den Schauspieler und seine impulsive künstlerische Freiheit ins Zentrum stellt. Seit 2014 inszeniert sie in Berlin eigene Produktionen.

Es spielen: Dafne-Maria Fiedler und Rob Liethoff
Regie: Amélie Tambour
Homepage: www.studiotambour.com

Eintritt: 12 €, ermäßigt 8 €

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 Februar

FR 01.02. 20.00 Gift. Eine Ehegeschichte
SA 02.02. 20.00 Gift. Eine Ehegeschichte
MI 06.02. 20.00 Gift. Eine Ehegeschichte
FR 08.02. 20.00 Gastspiel
Ensemble eswirdbundt
Lena und Leonce
frei nach Büchner

Wir (die Jasmin, der Valentin, der Jona und die Lioba) spielen das Stück Leonce und Lena. Wir werden es hart bis sehr hart spielen. Untertitel wird es leider keine geben. In Minute 20 wird die 25jährige Jasmin aus Schöneck Büdesheim, die heute Abend für euch und nur für euch die Hauptfigur verkörpert, sich nicht entkleiden beziehungsweise nicht entkleiden. Die Lioba, die den Valerio, eine andere wichtige Person in dem Stück spielt, sagt jetzt schon mal: „Hallo” und hofft, dass so viele kommen, dass wir von den Einnahmen direkt ne neue Produktion machen können. Valentin ist seit gestern Rapper und Jona macht trotzdem mit.

„Was ist denn das jetzt schon wieder?”
„Du Dummerchen, das ist die Beschreibung unseres Babies.”
„Aha.” - „Aha?
„Ja, ist total schön”
„Findest du?” - „Klar”
J lächelt beseelt und sagt zärtlich „ ... ”
Es wird bunt.

Es spielen: Jasmin Loreen Besemer, Lioba Biehler, Jona Hansen, Valentin Schade
Musik: Jonas Gugel (#jawai)
Regie: Jan Gugel
Eintritt: 10 €, ermäßigt 8 €

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SA 09.02. 20.00 Lena und Leonce
FR 22.02. 20.00  Wiederaufnahme 
Die verkehrte Welt
eine Komedia von Ludwig Tieck
eine Produktion des theaterforum kreuzberg

Skaramuz, der Narr drängt an die Macht. Er vertreibt Apoll vom Thron und übernimmt die Regierungsgeschäfte. „Die Regierung ist nun in der schönsten Verfassung. Bescheidenheit ist mein vorzüglichster Fehler, den ich mir noch ganz abgewöhnen muss. Manchmal schwindelt mir, wenn ich meine eigene Größe ermesse.” So lobt er sich selbst und ignoriert, welche Auswirkungen sein Handeln hat, bis sich eine Revolte der Enttäuschten und Beleidigten anbahnt.

In einer turbulenten Komödie mischt Ludwig Tieck virtuos Theaterstile und Sprachformen. Wie in einer Zeitreise lässt er Figuren der unterschiedlichen Genres auftreten: aus dem griechischen Theater, der Commedia dellʼarte, dem realistischen Drama, dem bürgerlichen Rührstück und der Groteske. Außerdem treten auf der Theaterdirektor, der Autor und der Maschinist.
Auch Zuschauer spielen mit. Sie kommentieren laut, greifen ein, wenn Langeweile droht und klatschen begeistert bei überraschenden Wendungen.

Mit Worten Musik zu machen, sie klingen zu lassen und nicht nur für Information und intellektuelles Verständnis zu verwenden, sondern poetische Bilder zu schaffen, die den tieferen Sinn enthüllen, war Tiecks Anliegen.
So beginnt das Schauspiel mit einer gesprochenen Symphonie, danach folgt - wie es sich für eine verkehrte Welt gehört - der Epilog, bevor die Turbulenzen auf der Bühne ihren Lauf nehmen.

Ludwig Tieck - der König der Romantik

Man kennt Tieck heutzutage noch als genialen Shakespeare-Übersetzer. Weniger bekannt ist, dass er als erster die Schriften von Kleist, Grabbe und seinem engen Freund Novalis herausgab und so vor dem Vergessen bewahrte. Geschätzt auch von Goethe, war Tieck der Mittelpunkt der Frühromantiker in Jena und später berühmt für seine Vorleseabende in Dresden, zu denen Persönlichkeiten aus ganz Europa pilgerten. Er schrieb eine Fülle von Gedichten, außerdem Erzählungen, Märchen, Novellen, Romane, Theaterstücke und Essays zur Dramaturgie. Seine Schriftstellerkollegen (Clemens Brentano, Achim von Arnim, August Wilhelm und Friedrich Schlegel u.a.) zollten ihm Anerkennung und Respekt. Er galt ihnen als großer Anreger. Brentano nannte ihn den König der Romantik.
Nach seinem Tod geriet sein Werk in Vergessenheit. Auch die spätere Literaturkritik würdigte ihn kaum. Erst Arno Schmidt bezeichnete ihn als „ersten modernen Dichter der deutschen Literatur”.

„Die verkehrte Welt” wurde zu Tiecks Lebzeiten nie aufgeführt. Erst 1974 brachte das Schiller Theater in Berlin die Uraufführung heraus. Zehn Jahre zuvor jedoch hatte sich das Perpendikel Theater am französischen Gymnasium unter Leitung von Rudi Müller an eine Inszenierung gewagt. Im Gegensatz zur offiziellen Uraufführung erreichten diese Aufführungen auch bundesweit einige Aufmerksamkeit; im Tagesspiegel erschien eine Rezension mit der Überschrift: „Tieck - ein Vorläufer Ionescos”.
Dieser Titel beschreibt am besten, wie sehr dieses Stück seiner Zeit voraus war und warum es erst 165 Jahre nach seiner Entstehung auf einer Bühne zu sehen war. Aktuell ist es auch heute noch, doch auf den Spielplänen der Theater nicht zu finden.

Das tfk setzt mit dieser Inszenierung die Reihe der vergessenen Autoren und unbekannten Meisterwerke fort.

Regie und Bearbeitung: Anemone Poland
Bühne: Robert Schmidt-Matt
Kostüme: Gertraud Wahl-Deschan & Nathalie Säwert
Musikkomposition: Dirk Rave
Einspielung: Trio Scho
Maske: Rebekka Schwark
Lichtdesign: Katri Kuusimäki
Bühnentechnik: Vinzent Wobeser
Regieassistenz: Francesca Spisto, Hayley Glickfeld Bielman

Es spielt das Ensemble des theaterforum kreuzberg: Philipp-Manuel Bodner, Pasquale Bombacigno, Miriam Braun, Magdalene Hurka, Simon Mayer, Vanessa Montserrat, Thomas Otto, Martin Radecke, Esteban Castro Ramos, Susanna Reinhart, Selma Roth, Michael R. Scholze, Caroline Siebert, Tanja Watoro, Laurenz Wiegand
Gefördert durch die




Eintritt: 18 €, ermäßigt 10 €
Gruppenermäßigung ab 10 Personen
Berlin-Pass: 5 €

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SA 23.02. 20.00 Die verkehrte Welt
SO 24.02. 20.00 Die verkehrte Welt
 
 März

FR 01.03. 20.00 Die verkehrte Welt
SA 02.03. 20.00 Die verkehrte Welt
SO 03.03. 20.00 Die verkehrte Welt
MI 06.03. 20.00 Leben und Tod des
kleinen Rothkäppchens

eine Tragödie von Ludwig Tieck
Szenische Lesung mit Musik

Im Jahr 1800, einige Jahre bevor die Brüder Grimm anfingen Märchen zu sammeln, schrieb Tieck die Tragödie von Rotkäppchen, inspiriert durch die Erzählung von Charles Perrault.
Neben den bekannten Figuren Großmutter, Wolf, Rotkäppchen und Jäger treten in dem Versdrama auch ein Hund, zwei Rotkehlchen, ein Kuckuck und die Nachtigall auf. Tieck charakterisiert die Figuren mit der ihm eigenen Ironie und lässt auch den Wolf berichten, wie es dazu kam, dass er so wurde wie er ist - der böse Wolf.

Es liest: Anemone Poland
Musikalische Begleitung:
Dirk Rave, Akkordeon
Eintritt: 12 €, ermäßigt 8 €

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FR 08.03. 20.00 Die verkehrte Welt
SA 09.03. 20.00 Die verkehrte Welt
SO 10.03. 20.00 Die verkehrte Welt
FR 15.03. 20.00 Die verkehrte Welt
SA 16.03. 20.00 Die verkehrte Welt
SO 17.03. 20.00 Die verkehrte Welt
letzte Vorstellung!
FR 29.03. 20.00 Gastspiel
DIE ETAGE
Abschlussperformance
der Abteilung Tanz

 

  Eintritt: 12 €, ermäßigt 7 €

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SA 30.03. 20.00 Abschlussperformance Tanz
SO 31.03. 20.00 Abschlussperformance Tanz